Der Wert der eigenen Arbeit hängt nicht von der Anerkennung anderer ab.
Klingt so gut. Liest sich so einfach.
Ist aber in der Umsetzung eine echte Herausforderung.
Ich habe einige Zeit gebraucht, um wirklich hinter dem zu stehen, was ich zu Papier bringe. Oft hatte ich das Gefühl, dass das, was ich schreibe, nicht gut genug ist. Aber genug wofür?

Da gäbe es einmal diese zweifelhafte Unterscheidung zwischen Hoher Literatur und „Spaßlektüre“. Doch was macht diese Unterscheidung denn eigentlich aus? Ist das Schreiben nicht so oder so eine Hohe Kunst, die sowohl sprachliches Talent, Wortfinesse und ganz viel Disziplin verlangt? Egal was du schreibst, ob Gesellschaftskritik, Liebesroman oder Horror-Thriller: Es ist eine große Leistung, es bis zum dem Wort „Ende“ zu bringen. Allein dieses Durchhaltevermögen, sich durch all die Krisen, Zweifel und Schreibblockaden durchzubeißen und weiterzumachen, ist es wert, anerkannt zu werden.

Neben der Beurteilung anderer steht immer auch die eigene Beurteilung des Geschriebenen. Der Vergleich mit anderen hat mich früher oft verunsichert. Kann ich auch so ideenreich beschreiben wie Cornelia Funke? Kann ich auch so mitreißend sein wie Neil Gaiman? Kann ich auch so episch erzählen wie Bernhard Hennen?
Doch der Vergleich ist der Dieb der Freude, sagte Theodore Roosevelt.
Heute weiß, dass es nicht darauf ankommt, genauso zu sein wie andere, sondern meinen eigenen Stil entwickelt zu haben, um das, was ich im Kopf habe, so aufs Papier zu bringen, wie es mir am besten gefällt. Ich habe Spaß am Schreiben. Und darauf kommt es an.

Trotzdem tut Anerkennung gut. Sie ist der beste Motivator, weiter dranzubleiben, nicht aufzugeben und auch mit schwieriger Kritik umgehen zu können.
Und sind wir mal ehrlich: Die wenigsten schreiben ihre Geschichten nur für sich selbst, sondern dafür, dass sie von anderen gelesen und geliebt werden. Und das ist schlussendlich die höchste Form der Anerkennung.

Wir lesen uns.
Alex

Photo by Timur Romanov on Unsplash

3 Antworten auf „Der Wert der eigenen Arbeit

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