Puh, wo soll ich anfangen? Ein irrer Monat ist zu Ende gegangen. Irgendwie kam vieles anders, als gedacht, und trotzdem schaue ich auf die letzten vier Wochen und bin glücklich. Mir geht es gut. Und einen nicht unerheblichen Anteil hat die Tatsache, dass ich seit dem 30.08. wieder arbeiten bin. Es tut so gut, Teil eines netten Kollegiums zu sein, so freundlich aufgenommen zu werden und wieder „da vorn“ zu stehen, erklären und zuzuhören, nach dem richtigen Maß zwischen Nachgiebigkeit und Strenge zu suchen und dabei die Klasse auf ihre eigene, spezielle Art nach und nach ins Herz zu schließen.

Aber: Die Schule raubt auch Zeit. Eine Woche vor dem Unterricht habe ich vor Nervosität mich nicht aufs Schreiben konzentrieren können. Stattdessen habe ich kurzerhand mehrere Gebäude meiner Harry-Potter-Lego-Sammlung aufgebaut. Und dann erfahre ich am Montag, dass ich plötzlich zwei Klassen mehr unterrichten werde, als ursprünglich vereinbart. Dementsprechend wenig Zeit blieb für das Schreiben übrig – nämlich gar keine.

Und auch privat gab es einige Hochs und Tiefs. Ich habe zwei tolle Kurzurlaube gemacht, war in Rostock am Meer und in der fränkischen Schweiz wandern. Und letztes Wochenende ging es spontan auf ein kleines Mittelalter-Rock-Festival. Nachdem ich das ganze letzte Jahr inklusive des Niedrig-Inzidenz-Sommers 2020 aus Rücksicht auf meinen damaligen Freund keine Unternehmungen wahrgenommen und mich im Grunde sozial isoliert habe, war diese neue Freiheit ein Genuss. Auf der anderen Seite hatte ich auch die eine und andere Auseinandersetzung mit meinem Ex. Das Auseinandernehmen der gemeinsamen Wohnung belastet uns beide sehr. Ich will das alles endlich hinter mir haben und abschließen.

Seit drei Tagen bin ich nun aber wieder am Schreiben, denn ich habe ein Café auf meinem Weg zur Arbeit entdeckt, dass sich perfekt anbietet, um nach Feierabend dort einzukehren und mit einem frischen Latte Macchiato in die Tasten zu hauen. Wie hat mir dieses Gefühl gefehlt! Ich hoffe, ich kann es noch eine Weile genießen, bevor wieder alles dicht gemacht wird. In jedem Fall schafft die Arbeit für mich wieder eine Struktur, die ich zuletzt vermisst habe und mir dadurch das regelmäßige Schreiben schwer gefallen ist.

Ich hoffe, ich kann den Rückstand, der sich durch mein Sommerloch aufgestaut hat, bald wieder aufholen.

Wir lesen uns.
Alex

Eine Antwort auf „WIP August ’21

  1. „ich habe ein Café auf meinem Weg zur Arbeit entdeckt, dass sich perfekt anbietet, um nach Feierabend dort einzukehren und mit einem frischen Latte Macchiato in die Tasten zu hauen. Wie hat mir dieses Gefühl gefehlt! Ich hoffe, ich kann es noch eine Weile genießen, bevor wieder alles dicht gemacht wird“

    Oh ich weiß soooo genau, wie du dich fühlst. Ich drück die Daumen, dass du das Café als Schreibort noch lange haben wirst.

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