Besonders in den letzten Tagen habe ich als Autorin wieder einmal sehr damit zu kämpfen gehabt, dass das, was ich schreibe, mir nicht gut genug erscheint im Vergleich zu anderen. Schon allein, weil ich nicht schnell genug schreibe, nicht schnell genug überarbeite und wahrscheinlich mein Buch niemals fertig gestellt bekomme.
Es tut weh, all die Erfolge der anderen zu sehen und selber nur auf ein Stückwerk zu blicken.
Zu akzeptieren, dass ich deutlich langsamer bin als viele andere Autoren, die bereits in meinem Alter mehrere Bücher veröffentlicht haben und Geld damit verdienen, ist immer wieder schwer. In manchen Momenten scheint dann der Traum, Autorin zu sein und damit auch (zumindest ein wenig) Geld zu verdienen, in weiter Ferne.

Dabei wäre es viel wichtiger, unabhängig von anderen dieser Leidenschaft nachzugehen und aus Freude an der Sache selbst immer dranzubleiben mit dem Schreiben, sich eigene Ziele zu setzen, auch wenn sie weit entfernt scheinen, und kontinuierlich darauf zuzuarbeiten.
Jedoch fällt mir das nicht immer leicht.

Dabei muss nicht jeder Vergleich schlecht sein. Sie schaffen auch die Möglichkeit, Stärken und Schwächen zu erkennen und die eigene Leistung besser einzuschätzen und anzuerkennen. Vergleich muss nicht immer runterziehen und ein Sich selbst schlecht machen provozieren. Es kommt darauf an, wie ich vergleiche und mit welcher Einstellung ich mich vergleiche. Denn darin liegt die Möglichkeit zu Austausch und zum gegenseitigem Lernen.

Schlussendlich ist es auch der Vergleich mit sich selbst, der wichtig ist, um zu sehen, was man inzwischen alles geschafft hat gegenüber dessen, was vor ein paar Jahren noch war. Wenn ich nun zurückblicke, sehe ich viel, das ich gelernt und erreicht habe. Und immerhin: Die Rohfassung von Carlas steht. Nun muss ich mich nur noch mit gleicher Disziplin durch die Überarbeitung kämpfen.
Denn in der eigenen, stetigen Entwicklung liegt unser größtes Potential.

Wir lesen uns.
Alex

Photo by Glenn Carstens-Peters on Unsplash

6 Antworten auf „„Vergleich ist der Dieb der Freude.“

  1. Ich kann das alles nachfühlen, was du schreibst. Du bist nicht allein mit deinen Zweifeln. Ich kämpfe mich gerade durch die x-te Überarbeitung meiner neuen Geschichte. Aber zurückblickend bin ich manchmal auch ein wenig stolz auf meine Leistung.

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  2. Ach ja die ganzen tollen Autoren mit ihren unzähligen Veröffentlichungen und Erfolgen!!! Sollte man ganz schnell hinter sich lassen. Es gibt die Einen, die haben nun mal mehr Talent, waren zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle und dann gibt es die Anderen, die haben kein Talent und leben von ihrer großen Klappe. Gelassenheit und Ruhe ist das beste Mittel, um damit klar zu kommen.

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      1. Vielleicht habe ich falsch ausgedrückt. Ich glaube bei den wenigsten großen Autoren fällt das Werk vom Himmel, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit. Das sollte man immer anerkennen auch wenn es vielleicht nicht den eigenen Geschmack trifft.

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